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Ein Traum wird Wirklichkeit – Irène Brous erste Vernissage

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©Irène Brou

"Ich bin Irène, 30 Jahre alt, gebürtige Wienerin und habe mir einen Traum erfüllt: meine erste Vernissage." Was noch vor kurzem eine vage Vorstellung war, wurde nun Wirklichkeit. "Das Beste daran: Es ist kein Traum mehr, sondern einer der schönsten Tage meines Lebens." Bereits seit elf Jahren begleitet die Kunst Irène auf ihrem Weg.

Einmal wöchentlich, meistens donnerstags zwischen 18 und 19 Uhr, traf sie sich mit einer Kunsttherapeutin. "Diese Stunden haben die Basis meiner Kreativität gelegt", erinnert sie sich. Hier entwickelte sie die Routine, sich künstlerisch auszudrücken, und lernte verschiedene Techniken kennen. "Ich habe mit Buntstiften, Ölkreide, Pastell, Aquarell, Gouache, Acryl, indischer Pigmente und Kohle gearbeitet. Auch mit Ton habe ich experimentiert – aber diese Liebe wurde nicht erwidert." Doch eine Frage stellte sich immer wieder: Kann man mit Kunst heutzutage seinen Lebensunterhalt verdienen?

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Auf der Suche nach Raum für Kreativität

Im Juli 2024 stand Irène vor einer neuen Herausforderung: "Zu Hause war einfach kein Platz mehr, um meine Werke und Materialien aufzubewahren." Die Suche nach einem leistbaren Atelier gestaltete sich schwierig. Die Angebote waren entweder zu teuer, unflexibel oder es fehlte an grundlegender Ausstattung wie einer Abwaschmöglichkeit. Monate später führte ein Zufall sie zur Lösung: Eine Instagram-Werbeanzeige machte sie auf ein Gewinnspiel aufmerksam. Der Werksalon Co-Making Space suchte kreative Köpfe für das Projekt "Creative Call for Creatives" und vergab drei Monate kostenlos einen Platz zum Arbeiten. "Ich habe ein Bewerbungsvideo eingereicht und das Anmeldeformular ausgefüllt – und dann nahm alles seinen Lauf."

Mein Ziel war klar: Innerhalb dieser Zeit wollte ich meine erste Vernissage auf die Beine stellen.

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Kunst ohne Titel – ein Dialog mit dem Betrachter

Irène gibt ihren Werken bewusst keine Titel. "Zum einen, weil mir selten etwas Passendes einfällt", sagt sie mit einem Lächeln. "Zum anderen, weil Worte oft unzureichend sind. Die Farben und das Bild sprechen für sich selbst." Sie wünscht sich, dass jeder Betrachter seine eigene Welt in ihren Werken erkennt. "Mein Ziel ist es, Emotionen und Gedanken auf die Leinwand zu bringen. Wenn meine Bilder es schaffen, jemanden zum Nachdenken oder Fühlen zu bringen, dann ist das für mich der größte Erfolg."

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Von traditioneller zur digitaler Kunst

Als Mediendesignerin und Jungkünstlerin ist es Irène wichtig herauszufinden, inwiefern sie ihre Kreativität auch digital anwenden kann. "Ich bin davon überzeugt, dass Kreativität keinen Halt macht – auch nicht vor der Digitalisierung." Mit dieser Einstellung hat sie digitale Werke geschaffen, die auf den ersten Blick kaum von Arbeiten auf Papier oder Leinwand zu unterscheiden sind.

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 © Irène Brou

Mehr entdecken: Irènes Kunst online erleben

Wer neugierig geworden ist, kann Irènes Werke online entdecken. Auf ihrer Website präsentiert sie ihre aktuellen Arbeiten – sowohl analoge als auch digitale. Zusätzlich teilt sie auf ihrem Blog ihre kreativen Prozesse, Gedanken und Erfahrungen rund um die Kunst. "Ich freue mich darauf, meinen weiteren Weg zu dokumentieren und Menschen daran teilhaben zu lassen", sagt sie. "Wer Interesse hat, kann meine Reise dort mitverfolgen!“

Und wie geht es weiter?

Das Malen bleibt ein fester Bestandteil von Irènes Alltag. "Ich werde weiterhin im Werksalon arbeiten und meiner Kreativität freien Lauf lassen." Doch eine Vollzeitkarriere als Künstlerin strebt sie nicht an.

Ab dem Moment, in dem ich Geld mit dem Malen verdienen muss, würde es seinen Zauber verlieren. Das will ich nicht.

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