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Wer ist Rudolf Striedinger?

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Wer ist Rudolf Striedinger?
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Rudolf Striedinger ist einer der beiden Leiter der neuen Covid-Krisenkoordination "GECKO", die von der Regierung ins Leben gerufen wurde. Mit seiner Expertise soll der Generalmajor dabei helfen, die Coronakrise in Österreich in den Griff zu bekommen. Wer ist er?

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  • Name: Rudolf Striedinger
  • Geboren: Am 26. September 1961 in Wiener Neustadt
  • Ausbildung: Matura am Theresianum Wien, Offiziersausbildung an der Theresianischen Militärakademie Wr. Neustadt, Generalstabskurs an der Landesverteidigungsakademie in Wien
  • Funktion: seit 2021 Leiter der Covid-Krisenkoordination "GECKO", Leiter des Abwehramtes (seit 2016), Vizepräsident der Österreichischen Offiziersgesellschaft
  • Familienstand: verheiratet in 2. Ehe
    Kinder: sechs Kinder

Mit Rudolf Striedinger und Katharina Reich baut die Regierung nun auf zwei unprätentiöse Persönlichkeiten, um der Pandemie Herr zu werden. Striedinger soll in der neu ins Leben gerufenen Covid-Krisenkoordination "GECKO" den logistischen Aspekt bedienen.

Durch seine Ernennung bekommt das Bundesheer eine stärkere Rolle in der Corona-Bekämpfung. In der Vergangenheit hat die Regierung in der Corona-Pandemie bereits auf die Expertise des Bundesheeres zurückgegriffen, es hat etwa Teststraßen organisiert oder auch Gebäude desinfiziert.

Stramme Karriere

Der stellvertretende Generalstabschef und ehemalige Leiter des Abwehramts kann eine stramme Karriere in der Landesverteidigung vorweisen: Der gebürtige Wiener Neustädter wurde 2002 zum Leiter der Generalstabsabteilung bestellt. Von 2011 bis 2016 war er Militärkommandant von Niederösterreich. Im März 2016 wurde Striedinger vom damaligen Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) zum Leiter des Abwehramtes ernannt.

Im Jänner 2020 bestellte ihn Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) zu ihrem Stabschef. Seit Sommer 2021 ist er stellvertretender Generalstabschef. Auslandserfahrung sammelte Striedinger als Kommandant einer multinationalen Brigade bei EUFOR/ALTHEA in Bosnien und Herzegowina.

Politisch bereits unter Kritik gestanden

Politisch ganz unbefleckt ist Striedinger nicht - geht es zumindest nach der Opposition. In einer parlamentarischen Anfrage im vergangenen Jahr wollten die NEOS wissen, warum er als Leiter des Abwehramts an einer Veranstaltung mit dem damaligen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Manfred Weber, dem Spitzenkandidaten der Europäischen Volkspartei, teilnahm und dabei seine Uniform trug. Kritik gab es auch an einem - später zurückgezogenen - Erlass, mit dem "unerbetene öffentliche Meinungsäußerungen von Ressortangehörigen" untersagt werden sollen.

Privatleben

Privat ist wenig über Striedinger bekannt. Er ist verheiratet und Vater von sechs Kindern.

Religion

Religion dürfte für ihn wohl eine maßgebliche Rolle spielen, handelt eine seiner Publikationen doch von seinen "Erfahrungen eines Kommandanten mit der Militärseelsorge im Auslandseinsatz". Darin schreibt er: "Ein besonderes Erlebnis für mich ganz persönlich waren die Heiligen Messen, die jeden Samstagnachmittag auf Camp Eagle Base für das österreichische Kontingent gefeiert wurden. Für mich bot sich dadurch jedes Mal die Möglichkeit, aus dem Einsatzalltag herauszutreten und zumindest für einen gewissen Zeitraum ein Stück Heimat im Einsatzraum erleben zu dürfen."

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