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Trump kündigt Zölle gegen EU von 20 Prozent an

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Trump kündigt Zölle an
©APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/CHIP SOMODEVILLA
US-Präsident Donald Trump hat neue US-Zölle für Handelspartner weltweit angekündigt. Trump gab Zölle in Höhe von 20 Prozent auf Importe aus der EU bekannt. Dies ging am Mittwoch aus einer Tabelle hervor, die Trump am Mittwoch bei der Ankündigung der Maßnahmen hochhielt. Trump sagte am Mittwoch in einer Rede im Rosengarten des Weißen Hauses, er werde ein Dekret für sogenannte reziproke Zölle "für die ganze Welt" unterzeichnen.

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Ein Handelskrieg mit der Europäische Union scheint nun unausweichlich - die neuen Strafabgaben dürften die Weltwirtschaft ins Wanken bringen.

"Dieser Tag wird in die Geschichte eingehen als der Tag, an dem die amerikanische Industrie wiedergeboren wurde, als der Tag, an dem Amerika sein Schicksal zurückerobert hat, und als der Tag, an dem wir begonnen haben, Amerika wieder reich zu machen", sagte Trump. Dies sei einer der wichtigsten Tage in der US-Geschichte. Das "goldene Zeitalter" der USA komme zurück.

Der Republikaner hatte den Tag der Verkündung im Voraus als "Tag der Befreiung" angepriesen und die Verhängung wechselseitiger Zölle angekündigt. Das bedeutet im Prinzip, dass die USA überall dort ihre Zölle entsprechend im Verhältnis anheben, wo sie derzeit weniger verlangen als ihre Handelspartner.

Trump setzt seit dem Wiedereinzug ins Weiße Haus - ähnlich wie in seiner ersten Amtszeit - im großen Stil auf Zölle. Er verhängte bereits Strafabgaben auf alle Aluminium- und Stahlimporte, brachte Zölle in Höhe von 25 Prozent auf importierte Autos und Autoteile auf den Weg, führte erhöhte Zölle auf alle Waren aus China ein und nahm seine Nachbarn Kanada und Mexiko ins Visier. Gerade die Autozölle treffen Europa und den deutschen Markt schwer.

Ein Importzoll funktioniert ähnlich wie eine Steuer. Sie muss vom importierenden Unternehmen gezahlt werden - in diesem Fall also von den Unternehmen in den USA. Es gilt als wahrscheinlich, dass die importierenden Firmen die höheren Kosten nicht einfach selbst übernehmen. Sie dürften sie an die Verbraucher weitergeben - die Preise steigen so, und die Inflation könnte wieder angeheizt werden. Trumps Ziel ist, US-Unternehmen davon abzuhalten, Produkte aus dem Ausland einzuführen. Das soll langfristig den Produktionsstandort USA fördern.

Da mit Gegenzöllen gerechnet wird und auf die exportierenden Unternehmen Umsatzeinbußen zukommen dürften, könnte dies zu einem Rückgang der Produktion und möglichen Stellenstreichungen führen, was die Wirtschaft insgesamt belasten kann. Ein eskalierender Handelskonflikt zwischen den USA und der EU wird daher auch für europäische Verbraucher deutlich spürbare Auswirkungen haben.

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