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Besonders ins Gewicht fallen zahlreiche Pleiten in der Immobilienbranche. Neun der zehn größten Insolvenzen nach Passiva entfallen auf diese Sparte. Die größten Pleiten betreffen dabei mehrere Unternehmensgruppen, nämlich jene von Signa/Benko und 6B47. Die mit Abstand größte war jene der zu Benkos Firmengruppe gehörenden Herkules Holding GmbH (vormals Laura Holding GmbH) mit Passiva von über einer Milliarde Euro. Insgesamt machen die Immobilienbranche und die Finanz- und Versicherungsdienstleistungen mit 3,3 Mrd. Euro rund 85 Prozent der Gesamtverbindlichkeiten in Höhe von 3,91 Mrd. Euro aus.
Trotz der hohen Passiva war die Zahl der betroffenen Dienstnehmer rückläufig. 3.861 Beschäftigte waren im ersten Quartal 2025 von Firmeninsolvenzen betroffen (1. Quartal 2024: 5.673). Die meisten Jobs, nämlich 515, waren bei der Palmers betroffen.
Am häufigsten betroffen waren erneut der Handel mit 299 Insolvenzen, gefolgt von der Bauwirtschaft (250) und der Gastronomie (167). Der AKV geht davon aus, dass es heuer mehr als 4.500 eröffnete Firmeninsolvenzen geben wird - inklusive Abweisungen mangels Masse könnten bis Jahresende knapp 8.000 Gesamtinsolvenzen erreicht werden.
Mehr als die Hälfte (53,53 Prozent) der Firmenpleiten wurden über Gläubigeranträge eröffnet. Regional betrachtet kam es in Tirol (+60,5 Prozent) und Salzburg (+23,6 Prozent) zu besonders starken Anstiegen.