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Der Fehler sei von einem Mitarbeiter der Zahlungsabteilung und einem zweiten Angestellten übersehen worden, der die Transaktion überprüfen sollte, bevor sie zur Bearbeitung am nächsten Tag freigegeben wurde. Es seien keine Gelder der Citibank abgeflossen. Das Institut habe den Beinahe-Fehler - bei dem eine Bank den falschen Betrag verarbeitet, aber in der Lage ist, das Geld zurückzuholen - bei den zuständigen US-Behörden gemeldet. Im vergangenen Jahr habe es bei der Bank 10 solcher Beinahe-Fehler von einer Milliarde Dollar oder mehr gegeben, nach 13 im Vorjahr. Citi lehnte eine Stellungnahme dazu ab.
Der Fast-Fehler der Citigroup betrug laut Weltbank-Daten beinahe das Dreifache des US-BIPs aus dem Jahr 2023 und rund das 158-Fache der österreichischen Wirtschaftsleistung (2023: 512 Mrd. Dollar). Auch das deutsche BIP, das 2023 rund 4,5 Bio. Dollar betrug, wurde um ein Vielfaches übertroffen.
Auch anderen Banken sind in der Vergangenheit bereits sogenannte Fat-Finger-Fehler passiert. 2018 überwies zum Beispiel die Deutsche Bank aus Versehen 28 Mrd. Euro. Das Geld ging allerdings auf ein Konto der Deutschen Bank bei der Terminbörse Eurex und nicht an einen Kunden. Ein Mitarbeiter des Geldhauses in London überwies 2015 laut einem Bericht der "Financial Times" versehentlich 6 Mrd. Dollar auf das Konto eines US-Hedgefonds. Auch dieser Vorfall warf damals die Frage auf, warum das Vier-Augen-Prinzip nicht gegriffen hat.
NEW YORK, NEW YORK - MARCH 01: A sign for CitiBank is seen on a window in Manhattan on March 01, 2024 in New York City. According to filings with the State Labor Department, Citigroup is cutting nearly 300 workers in New York. In early January, the financial company announced that it would be cutting 20,000 roles as part of a reorganization effort. Spencer Platt/Getty Images/AFP (Photo by SPENCER PLATT / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / Getty Images via AFP)