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Solche PMO wurden in jungen Sternhaufen wie dem Trapezhaufen im Sternbild Orion in großer Zahl gesichtet. Ihre Herkunft war laut der Universität Zürich (UZH) bisher aber ein Rätsel. Theorien gingen davon aus, dass es sich bei ihnen um gescheiterte Sterne oder um aus ihrem Sonnensystem ausgeworfene Planeten handeln könnte. Die Forscherinnen und Forscher zeigten in einer in der Fachzeitschrift "Science Advances" veröffentlichten Studie aber, dass die PMO anders entstehen als Planeten und Sterne.
"PMOs könnten eine dritte Klasse von Objekten darstellen, die nicht aus dem Rohmaterial von Sternentstehungswolken oder durch Planetenbildungsprozesse entstanden sind, sondern aus dem Gravitationschaos von Scheibenkollisionen", so Studienleiter Lucio Meyer von der UZH. Konkret hat das Forschungsteam nachgewiesen, dass die kosmischen Nomaden aus heftigen Wechselwirkungen von Scheiben um junge Sterne entstehen.
Diese Wechselwirkungen treten auf, wenn sich zwei solcher Scheiben einander nähern. Dabei werden Materien-Ströme aus den äußeren Bereichen der Scheiben herausgezogen und diese verdichten sich zu eigenständigen Himmelskörpern. Im Gegensatz zu ausgeworfenen Planeten bewegen sie sich jedoch synchron mit den Sternen ihres Wirtshaufens.
Service: Fachartikelnummer DOI: 10.1126/sciadv.adu6058.