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"2007 haben wir die als ausgestorben geltende Wildkatze bei uns im Nationalpark entdeckt, das war der Motor für die Wildkatzenforschung in ganz Österreich. Mittlerweile haben wir insgesamt 25 genetische und 23 Foto-Nachweise gesammelt", betonte Nationalparkdirektor Christian Übl in einer Aussendung. Neue genetische Auswertungen zeigten ein Verwandtschaftsverhältnis einer Wildkatze aus dem Thayatal mit Artgenossen in der Wachau. Daraus lasse sich auf die Verwendung von Wanderkorridoren zwischen diesen beiden Regionen schließen. "Dieser Nachweis ist insofern eine kleine Sensation, weil er ein Beweis dafür ist, dass die Wanderkorridore intakt sind und auch genutzt werden", sagte Übl. Die neue Pilotstudie soll nun "erstmals die Lebensraumnutzung und das Wanderverhalten der Tiere genauer" untersuchen.
Aktiv sein werden die Sender über ein Jahr hinweg. Das Halsband falle aufgrund einer Sollbruchstelle ab, wurde festgehalten. "Heute werden zwei Wildkatzen in die Freiheit entlassen - das zeigt: Die Wildnis kehrt zurück, und wir begleiten sie dabei mit modernster Forschung", unterstrich Niederösterreichs Landesvize Stephan Pernkopf (ÖVP). Generell sei das Thayatal "unser Green Canyon". Natur werde erhalten, geschützt und weiterentwickelt, sanfter Tourismus habe der Region "nachhaltigen Aufschwung" gebracht.
HARDEGG - ÖSTERREICH: FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER