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Der etwa zwei Meter hohe und drei Meter breite "Blue Ghost" (auf Deutsch: blauer Geist) war Anfang März auf dem Mond gelandet. Es war die zweite kommerzielle US-Mondlandung der Raumfahrtgeschichte, nachdem rund ein Jahr zuvor dem Unternehmen Intuitive Machines mit "Odysseus" die erste gelungen war.
Der "Blue Ghost" war im sogenannten "Mare Crisium" gelandet, einer Tiefebene mit einem Durchmesser von etwa 500 Kilometern. Rund zwei Wochen lang untersuchte er den Erdtrabanten mit zahlreichen wissenschaftlichen Instrumenten - und fotografierte unter anderem eine totale Sonnenfinsternis. Weil am Landeort nun die Sonne untergegangen ist, konnten sich die Solarpanels des Landers nicht mehr aufladen.
Das Projekt namens "Ghost Riders in the Sky" war die erste Mondmission des Unternehmens Firefly Aerospace mit Sitz in Texas, das bisher vor allem Trägerraketen entwickelt hat. Es ist Teil des Nasa-Programms CLPS (Commercial Lunar Payload Services). Mit diesem Programm will die US-Raumfahrtbehörde auf ihrem Weg zurück zum Mond vergleichsweise günstig und effizient so viel Wissen sammeln wie möglich, indem sie Verträge für Mondlandungen an private Firmen vergibt und mit diesen zusammenarbeitet. Mondmissionen gelten als technisch höchst anspruchsvoll und gehen häufig schief.