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Sinkende Zinsen treiben Goldpreis auf Rekordhoch

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In Euro und Dollar gerechnet erreichte der Goldpreis ein Rekordhoch
©APA/APA/dpa/Sven Hoppe
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Der Goldpreis ist am Donnerstag mit der Aussicht auf sinkende Zinsen deutlich gestiegen und hat ein Rekordhoch erreicht. An der Börse in London kletterte die Notierung für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) am Nachmittag bis auf 2.551,72 US-Dollar und damit so hoch wie noch nie. Auch in Euro gerechnet erreichte der Preis ein Rekordhoch und stieg erstmals über 2.300 Euro, auf bis zu 2311,64 Euro je Unze.

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Am Nachmittag ist der Preis für das Edelmetall in kurzer Zeit um mehr als ein Prozent gestiegen. Auslöser für den Höhenflug sind Spekulationen auf sinkende Zinsen. Da Gold selbst keine Zinsen abwirft, verstärkt die Aussicht auf fallende Zinsen zum Beispiel für Staatsanleihen die Nachfrage nach dem Edelmetall. Am Nachmittag die Europäische Zentralbank (EZB) den Einlagensatz um 0,25 Prozentpunkte gesenkt und damit die Zinswende in der Eurozone fortgesetzt.

Etwa zeitgleich zur EZB-Zinsentscheidung verstärkten zudem etwas schwächer als erwartet ausgefallene Daten vom US-Arbeitsmarkt die Spekulation auf sinkende Zinsen in den USA. Am Markt wird in der kommenden Woche fest mit der ersten Zinssenkung seit der Inflationswelle gerechnet. Die Stärke und die Abfolge der Zinsschritte sind aber nach wie vor unklar und wird von US-Notenbankern von der weiteren Entwicklung von Konjunkturdaten abhängig gemacht.

Die Aussicht auf sinkende Zinsen in den USA sorgte am Devisenmarkt für eine Kursschwäche beim US-Dollar, die den Goldpreis ebenfalls stützte. Da Gold auf dem Weltmarkt in der Regel in US-Dollar gehandelt wird, macht eine Kursschwäche der amerikanischen Währung das Edelmetall in vielen Ländern günstiger, was die Nachfrage und damit den Preis stützt.

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