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Das nordkoreanische Außenministerium hatte die Übungen als Provokation verurteilt. Ein versehentlicher Schuss könne zu einer direkten Konfrontation mit Nordkorea führen, erklärte das Außenministerium laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA am Montag. Die Militärübungen würden auch die Sicherheit der USA beeinträchtigen, hieß es. "Dies ist ein gefährlicher provokativer Akt, der die akute Situation auf der koreanischen Halbinsel verschärft und durch einen einzigen versehentlichen Schuss einen direkten Konflikt zwischen den beiden Seiten auslösen könnte."
Die jährlichen gemeinsamen "Freedom Shield"-Militärübungen Südkoreas und der USA sollen bis zum 20. März andauern. Übungen mit scharfer Munition wurden jedoch ausgesetzt, nachdem zwei südkoreanische Jets vergangene Woche versehentlich Bomben auf eine südkoreanische Stadt in der Nähe der Grenze abgeworfen hatten. Dabei wurden mindestens 29 Menschen verletzt. Das Militär leitete eine Untersuchung ein. Anrainer wurden der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge wegen der Suche nach möglichen Blindgängern in Sicherheit gebracht.
Luftwaffenchef Lee Young-su entschuldigte sich am Montag für den "beispiellosen Unfall". "Es war ein Unfall, der nie hätte passieren dürfen und der sich nie wiederholen darf", sagte Lee vor Reportern. Das südkoreanische Militär erklärte, die gemeinsamen Militärübungen stärkten die Bereitschaft der Allianz gegen Bedrohungen wie Nordkorea.
People watch a television screen showing a news broadcast with file footage of a North Korean missile test, at a train station in Seoul on March 10, 2025. North Korea fired "multiple unidentified ballistic missiles" on March 10, South Korea's military said, the same day Seoul and Washington began a major annual joint military drill known as Freedom Shield. (Photo by JUNG YEON-JE / AFP)