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Verteidigungsminister Israel Katz kündigte Einsätze in weiteren Gebieten des Gazastreifens an. "Sie werden aufgefordert, zu Ihrer eigenen Sicherheit die Kampfgebiete zu verlassen", sagte er in einer Videoansprache an die Bewohner des Küstenstreifens gerichtet. Die Pläne für die neuen Einsätze seien bereits genehmigt. Israels Armee werde bald "mit voller Kraft in andere Gebiete Gazas einrücken". "Die Hamas gefährdet Ihr Leben und ist Ursache dafür, dass Sie Ihre Häuser und immer mehr Gebiete verlieren, die in die israelische Verteidigungsformation integriert werden", sagte Katz weiter.
Die Hamas warnte Israel am Mittwoch davor, die Angriffe im Gazastreifen fortzusetzen. Die Gruppe tue "alles in ihrer Macht stehende", um die Geiseln "am Leben zu halten", doch das fortgesetzte Bombardement bedrohe deren Leben, erklärte die islamistische Palästinenserorganisation. "Jedes Mal, wenn die Besatzer versuchen, ihre Gefangenen mit Gewalt zu befreien, bringen sie diese schließlich in Särgen zurück", fügte die Hamas hinzu.
Israel hatte in der vergangenen Woche seine massiven Luftangriffe auf Hamas-Ziele im Gazastreifen wieder aufgenommen, wo seit dem 19. Jänner eine zwischen beiden Seiten vereinbarte Waffenruhe galt. Am vergangenen Mittwoch startete die israelische Armee zudem einen neuen Bodeneinsatz in dem Palästinensergebiet. Israel will mit seiner Offensive nach eigenen Angaben den Druck auf die Hamas erhöhen, um die 58 von ihr noch immer festgehaltenen Geiseln freizubekommen.
Nach Angaben der von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen wurden seit der Wiederaufnahme der massiven israelischen Angriffe im Gazastreifen mindestens 830 Menschen in dem Gebiet getötet. Die Angaben lassen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.