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An der Parteispitze der Wiener NEOS ändert sich nichts. Er bleibe weiter Parteichef, teilte Wiederkehr mit. Als solcher wolle er auch etwaige Koalitionsverhandlungen im Rathaus führen, betonte er.
Formal geht er auch als Spitzenkandidat für die Wien-Wahl am 27. April ins Rennen. Denn die pinken Listen sind am vergangenen Samstag im Rahmen einer Mitgliederversammlung beschlossen worden. Es sei nicht möglich, das noch zu ändern, erläuterte der Noch-Stadtrat.
Er kommuniziere aber transparent und offen, dass er kein Mandat oder Amt in Wien anstrebe. Ohnehin gehe man bei den NEOS als Team ins Rennen, hielt er fest. Im Wahlkampf soll nun aber jedenfalls die auf dem zweiten Listenplatz gereihte Gemeinderätin Selma Arapovic eine wichtigere Rolle spielen. Sie war bei dem Medientermin heute bereits dabei.
Wann Emmerling tatsächlich zur Stadträtin und Vizebürgermeisterin angelobt wird, ist offen. Im Raum steht, dass es noch kommende Woche eine zusätzliche Sitzung des Gemeinderats geben könnte. Denn bis zur nächsten regulären Sitzung würde es noch etwas dauern. Sie steht erst am 26. März auf dem Programm.
Noch nicht entschieden ist auch die Nachfolge an der pinken Klubspitze. Die Besetzung wird im Rahmen einer Sitzung der Klubvollversammlung vorgenommen, hieß es heute. Das soll ebenfalls kommende Woche geschehen.
Emmerling beteuerte, dass es ihr eine "große Ehre" sei, als Stadträtin nominiert worden zu sein. Sie werde die Aufgabe mit Demut und voller Leidenschaft annehmen. Sie lobte die Umsetzung von Regierungsvorhaben in der Koalition mit der SPÖ und hob hervor: "Wir haben den Bildungsbereich nicht nur verwaltet."
Der scheidende Ressortchef Wiederkehr zeigte sich für den Wiener Wahlkampf und den Urnengang hoffnungsfroh. Eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der SPÖ wird von ihm angestrebt: "Ich bin zuversichtlich, dass sich eine gemeinsame Mehrheit ausgehen wird."
Die pinken Wechsel erfolgen vorbehaltlich der NEOS-Mitgliederversammlung, bei der der im Bund mit ÖVP und SPÖ ausverhandelte Koalitionspakt am Sonntag zur Abstimmung kommt. Wiederkehr zeigte sich auch hier guter Dinge. Er gehe davon aus, dass das Gremium eine weise Entscheidung treffen werde, bekräftigte er heute einmal mehr.