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Ausnahmezustand nach massivem Stromausfall in Chile

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Versorgung zum Teil wiederhergestellt
©APA/APA/AFP/JAVIER TORRES
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In weiten Teilen Chiles ist am Dienstag der Strom ausgefallen. Die Regierung verhängte den Ausnahmezustand und eine Ausgangssperre von 22.00 bis 06.00 Uhr (Ortszeit). Der großflächige Blackout sei durch den Ausfall einer Übertragungsleitung im Norden des Landes verursacht worden, sagte Innenministerin Carolina Toha. Einen Cyberangriff schloss sie als Ursache aus.

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Stunden nach dem Ausfall wurde in einigen Teilen der Hauptstadt Santiago sowie in den Küstenstädten Valparaiso und Vina del Mar die Stromversorgung zum Teil wiederhergestellt. Der Stromausfall betraf Gebiete im Norden mit seiner Bergbau-Industrie bis hin zu den zentralen und südlichen Regionen, in denen der Großteil der Bevölkerung des Andenstaates lebt.

Santiago lag praktisch im Dunkeln. In der ganzen Stadt heulten die Sirenen von Einsatzfahrzeugen. Die U-Bahn, die Millionen von Fahrgästen befördert, fiel aus. Passagiere mussten aus den liegengebliebenen Zügen in Sicherheit gebracht werden. "Es gibt nichts. Es gibt kein Bargeld. Kein Geld. Nichts", sagte Jose Luis Orlandini, der gerade in der Innenstadt von Santiago aß, als der Strom ausfiel. Das Innenministerium teilte mit, es setze im ganzen Land Streitkräfte ein, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Der Leiter des Nationalen Elektrizitätskoordinators Chiles (CEN), Ernesto Huber, sagte, es gebe noch keinen Zeitplan für die Wiederherstellung der Stromversorgung im ganzen Land. Allerdings sei in Gebieten im Norden und Süden die Stromversorgung allmählich wieder in Gang gekommen. "Wir haben mehrere Kraftwerke wieder in Betrieb genommen, hauptsächlich Wasserkraftwerke", sagte Huber und fügte hinzu, dass die Ursache des Ausfalls noch untersucht werde. Die Unternehmen arbeiteten daran, die Stromversorgung "so schnell wie möglich" wiederherzustellen, erklärte Huber.

In großen Kupferminen im Norden des Landes wurde die Produktion unterbrochen. Chile ist der weltweit größte Kupferproduzent. Einem Insider zufolge fiel auch in der weltgrößten Kupfermine, Escondida, der Strom aus. Der staatliche Kupferkonzern Codelco teilte mit, alle seine Minen seien betroffen. Der Kupferbergbau in Chuquicamata, Andina, Salvador und El Teniente sei ohne Strom, die übrigen Minen würden mit Notstromaggregaten teilweise weiterbetrieben. Die Unternehmen Antofagasta und Anglo American erklärten, sie betrieben ihre Bergwerke mit Notstromaggregaten weiter.

This aerial view shows the city partially illuminated during a blackout in Santiago on February 25, 2025. In the middle of the austral summer season, Chile is facing this Tuesday an unusual and massive blackout due to an alleged failure of the power system, which forced the evacuation of the Santiago subway and plunged the population into confusion. (Photo by Javier TORRES / AFP)

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