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Nachhaltige Zukunft: Kelag verbindet Fernwärmenetze im Lavanttal

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7 min

Alexander Radl, Gottfried Joham, Adolf Melcher, Maria Knauder, Johann Weber, Christoph Herzeg und Reinhard Draxler

©Bild: Kelag/Henry Welisch

Die Kelag Energie & Wärme investiert 11 Millionen Euro in eine neue Fernwärmetransportleitung. Das Lavanttal profitiert von mehr Effizienz, weniger fossilen Brennstoffen und einer stabileren Versorgung.

Die Kelag Energie & Wärme setzt einen wegweisenden Schritt für die klimafreundliche Wärmeversorgung im Lavanttal. Mit einer neuen, rund 4,5 Kilometer langen Transportleitung werden die Fernwärmesysteme von Wolfsberg/Frantschach-St. Gertraud und St. Andrä im Lavanttal verbunden. Dadurch entsteht eines der größten Fernwärmenetze der Region mit einer Gesamttrassenlänge von etwa 68 Kilometern und einem jährlichen Wärmeabsatz von rund 70 Millionen Kilowattstunden.

Intelligente Wärmeversorgung durch nachhaltige Energiequellen

Nach dem Erwerb des Heizwerks St. Andrä entwickelte die Kelag Energie & Wärme ein innovatives Betriebskonzept für die beiden Fernwärmenetze. „Die industrielle Abwärme von Mondi in Frantschach bleibt unsere wichtigste Wärmequelle. Allerdings reicht sie in den Wintermonaten nicht mehr vollständig aus“, erklärt Adolf Melcher, Sprecher der Geschäftsführung.

Bislang wurden Bedarfsspitzen mit fossilen Brennstoffen gedeckt – künftig soll stattdessen die Wärme aus dem Biomasseheizwerk St. Andrä genutzt werden. Das Projekt erfordert Investitionen von rund 11 Millionen Euro. Die Bauarbeiten beginnen 2026, die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant.

Optimale Nutzung von Abwärme und Biomasse

Mit der neuen Transportleitung kann der Wärmekreislauf flexibler gestaltet werden. In den Monaten März bis Oktober wird Wärme von Wolfsberg nach St. Andrä geleitet. „Dadurch können wir das Biomasseheizwerk St. Andrä in dieser Zeit außer Betrieb nehmen und so Ressourcen optimal einsetzen“, sagt Melcher. Durch diese Anpassung wird der Einsatz fossiler Energieträger erheblich reduziert, während gleichzeitig mehr industrielle Abwärme von Mondi effizient genutzt wird.

Mondi als starker Partner für nachhaltige Wärme

Auch Mondi Frantschach-Geschäftsführer Gottfried Joham begrüßt das Projekt: „Seit 40 Jahren arbeiten wir erfolgreich mit der Kelag zusammen. Durch die bessere Nutzung unserer Abwärme steigern wir die Effizienz unserer Anlagen und reduzieren den Primärenergieverbrauch in der Region.“ Die Umstellung ist ein bedeutender Beitrag zum Klimaschutz und zur nachhaltigen Energieversorgung.

Kelag-Vorstand Reinhard Draxler hebt die Bedeutung des Projekts für die Energiewende hervor: „Schon heute setzen wir in der Fernwärme überwiegend auf Abwärme und Biomasse. Mit dieser intelligenten Neukonzeption gehen wir noch einen Schritt weiter und reduzieren fossile Energieträger auf ein Minimum.“ Das Beispiel Lavanttal zeige, dass innovative Konzepte und starke Partnerschaften essenziell für eine klimaverträgliche Wärmeversorgung sind.

Versorgungssicherheit als zentraler Faktor

Neben der ökologischen Komponente spielt auch die Sicherheit der Wärmeversorgung eine entscheidende Rolle. „Störungen im Verteilnetz, wie wir sie in Wolfsberg erlebt haben, können immer wieder auftreten“, erklärt Melcher. „Dank der neuen Struktur stehen zwei Hauptwärmequellen zur Verfügung: die Abwärme von Mondi und die Biomasse aus St. Andrä. Das sorgt für mehr Stabilität und Ausfallsicherheit.“

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 © Kelag Energie & Wärme

Stimmen aus der Region: „Klares Zeichen für nachhaltige Zukunft“

Auch die Kommunen im Lavanttal unterstützen die Pläne. „Dieses Projekt stärkt nicht nur unsere Versorgungssicherheit, sondern setzt ein klares Zeichen für eine nachhaltige Zukunft“, sagt Maria Knauder, Bürgermeisterin von St. Andrä. „Die intelligente Nutzung regionaler Ressourcen zeigt, wie verantwortungsvolle Energiewirtschaft funktionieren kann.“

Ähnlich äußert sich auch Alexander Radl, 1. Vizebürgermeister von Wolfsberg: „Mit der Verbindung der Fernwärmenetze nutzen wir erneuerbare Energien noch effizienter. Das stärkt unsere Region als nachhaltigen Wirtschaftsstandort und bringt langfristig Vorteile für Umwelt, Bürger und Unternehmen.“

Fazit: Ein Vorzeigeprojekt für nachhaltige Wärme

Mit der Verbindung der Fernwärmenetze setzt die Kelag Energie & Wärme einen wichtigen Meilenstein für eine ressourcenschonende und zukunftsorientierte Wärmeversorgung im Lavanttal. Die optimale Nutzung von Abwärme und Biomasse reduziert nicht nur den CO₂-Ausstoß, sondern stärkt auch die Versorgungssicherheit und macht die Region unabhängiger von fossilen Brennstoffen. Ein Gewinn für Wirtschaft, Umwelt und kommende Generationen.

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