Mehr Platz, moderne Ausstattung und nachhaltige Architektur: Am Standort Leoben wird die Kinder- und Jugendmedizin erweitert – ein wichtiger Meilenstein für die Gesundheitsversorgung der Region.
Das Landeskrankenhaus Hochsteiermark, Standort Leoben, feiert ein bedeutendes Doppelereignis: Das 80-jährige Bestehen seiner Kinderabteilung und die feierliche Eröffnung modernisierter Räumlichkeiten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Kinderphysiotherapie. Mit einer Investitionssumme von sechs Millionen Euro setzt die KAGes damit einen weiteren Meilenstein in der regionalen Gesundheitsversorgung.
80 Jahre medizinische Kompetenz
Seit acht Jahrzehnten ist die Kinderabteilung des LKH Hochsteiermark eine unverzichtbare Anlaufstelle für die medizinische Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde, betont die Bedeutung dieser langen Tradition: „Das Vertrauen der Familien in unsere medizinische Versorgung ist unser größtes Kapital. Dieses Jubiläum ist nicht nur ein Rückblick, sondern auch ein Blick in die Zukunft, in der wir durch innovative Konzepte und menschliche Nähe weiterhin beste Betreuung gewährleisten.“
Moderne Infrastruktur für bestmögliche Versorgung
Im Rahmen des Projekts „Leoben 2030/2035“ wurde die Klinik-Infrastruktur grundlegend modernisiert. Besonders die Erweiterung der Ambulanz und Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie die neuen Räume für die Kinderphysiotherapie stehen für einen zukunftsweisenden Ansatz. Die neuen Ebenen bieten modernste Behandlungsmöglichkeiten und sorgen für eine enge Verzahnung der verschiedenen Fachbereiche:
Im ersten Untergeschoss sind nun die Fachbereiche Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie und Heilpädagogik für Kinder untergebracht.
Im zweiten Untergeschoss befinden sich die neuen Räume der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit Ambulanzbereich und einer Tagesklinik mit sechs Plätzen.
Diese räumliche Nähe verbessert die interdisziplinäre Zusammenarbeit und optimiert die Versorgung der jungen Patient:innen. Ein speziell gestalteter Park im Innenhof unterstützt darüber hinaus die Genesung und das Wohlbefinden.
Psychische Gesundheit im Fokus
Die Bedeutung dieser Erweiterung hebt Prim. Univ.-Prof. Dr. Isabel Böge, Leiterin der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am LKH Graz II, hervor: „Psychisches Wohlbefinden und Architektur gehen Hand in Hand. Die modernisierten Räumlichkeiten bieten eine helle, freundliche Atmosphäre, die schwierige Themen leichter besprechbar macht und einen positiven Einfluss auf das Verhalten und die Genesung der Kinder hat.“
Bei der Gestaltung der neuen Trakte wurde besonderer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Der Neubau basiert auf einer Stahlbetonskelett-Konstruktion mit großen Fensterflächen, die für optimale Tageslichtverhältnisse sorgen. Die umweltfreundliche Bauweise fügt sich nahtlos in die KAGes-Strategie ein: „88 Prozent der Auftragsvolumina gingen an steirische Unternehmen, wodurch nicht nur die regionale Wirtschaft gestärkt, sondern auch kurze Transportwege und nachhaltige Baustoffe sichergestellt wurden“, betont Ulf Drabek, Vorstand für Finanzen und Technik der KAGes.


© Armin Russold
Ein starkes Signal für die Zukunft
KAGes-Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark unterstreicht die langfristige Bedeutung der Neuerungen: „Mit dieser Investition setzen wir neue Maßstäbe für die Kinder- und Jugendmedizin in der Steiermark. Die enge Verbindung von Kinderabteilung, Therapiebereichen und Kinder- und Jugendpsychiatrie ermöglicht eine hochqualitative Versorgung auf modernstem Niveau.“
Auch Betriebsdirektor Manfred Kočever sieht den Ausbau als entscheidenden Schritt: „Unser Ziel ist es, den Standort Leoben weiter als Zentrum der Kinder- und Jugendheilkunde zu stärken. Durch diese Modernisierungen verbessern wir nicht nur die Infrastruktur, sondern schaffen auch eine Umgebung, in der sich Patient:innen, Angehörige und Mitarbeitende gleichermaßen wohlfühlen.“
Mit diesem Doppelereignis – 80 Jahre medizinische Kompetenz und ein zukunftsweisender Ausbau – setzt das LKH Hochsteiermark ein klares Zeichen: Die Gesundheitsversorgung für Kinder und Jugendliche bleibt nicht nur auf dem aktuellen Stand der Medizin, sondern wird mit Weitsicht weiterentwickelt.


v.l.n.r.: Mag. Thomas Bredenfeldt, MSc – KAGes Direktor für Personal und Recht; HR Ing. Mag. Thomas Hofer – KAGes Direktor für Technik und IT; Eveline Brandstätter, MSc – KAGes Direktorin für Pflege; Prim. DDr. Erich Schaflinger, MSc – Ärztlicher Direktor LKH Hochsteiermark; Manfred Kočever, MSc – Betriebsdirektor LKH Hochsteiermark; PL Eva Maria Schmidt-Kloiber, MSc – Stellvertretende Pflegedirektorin LKH Hochsteiermark; LAbg. Marco Triller, BA MSc – Klubobmann; Dr. Karlheinz Kornhäusl – Gesundheitslandesrat; Prim. Univ.-Prof. Dr. Reinhold Kerbl – Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendheilkunde LKH Hochsteiermark; Prim. Univ.-Prof. Dr. Isabel Böge – Vorstand der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie LKH Graz II; Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark – KAGes Vorstandsvorsitzender; Mag. DDr. Ulf Drabek, MSc MBA – KAGes Vorstand für Finanzen und Technik; Franz Jantscher – Nationalratsabgeordneter
© Armin RussoldZahlen, Daten & Fakten
Baubeginn: September 2023
Bauzeit: 16 Monate
Investitionsaufwand: rund 6 Millionen Euro
Gesamtnutzfläche des Aus- und Zubaus: 1.021 Quadratmeter
Beton: 336 Kubikmeter
Bewehrungsstahl: 37 Tonnen
Elektroinstallationen: 32.000 Meter Kabel, 7.500 Meter Verrohrung, 470 Leuchten