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"In the Lost Lands": Milla Jovovich zeigt als Hexe ihre Krallen

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Milla Jovovich spielt eine Zauberin
©APA/APA/GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AMY E. PRICE
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Zwischen 2002 und 2016 hat die aus der Ukraine stammende Schauspielerin Milla Jovovich in sechs Verfilmungen der Videospielreihe "Resident Evil" ihre Zugkraft als Actionstar bewiesen. Mit einer effektvollen Mischung aus Intelligenz, Schlagkraft und Humor begeisterte sie weltweit Millionen Kinofans. Den Erfolgskurs könnte sie nun mit "In the Lost Lands" fortsetzen.

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Der Film basiert auf einer Kurzgeschichte von George R. R. Martin, dessen Romanreihe Inspiration für die Erfolgsserie "Game of Thrones" war. Regisseur Paul W. S. Anderson ("Resident Evil") setzt klugerweise insbesondere auf die Ausstrahlung seines Hauptdarstellerduos, zu dem noch Dave Bautista zählt. Allen voran hat Anderson seiner Ehefrau Jovovich viele Entfaltungsmöglichkeiten gegeben.

In ihrem neuen Abenteuer verkörpert sie die von den Mächtigen als böse Hexe verschriene Zauberin Gray Alys. Sie lebt in einer nach einem globalen Krieg zerstörten Welt. Kirche und Königshaus halten die Mehrzahl der letzten Menschen wie Sklaven. Gehorsamkeit der Untertanen bis in den Tod sichert die Macht der Herrschenden.

Ein gefährlicher Auftrag reißt Gray Alys ungewollt in den Kampf zwischen Gut und Böse. Ausgang ungewiss. Auftakt der mit vielen Überraschungen gespickten Story ist der Wunsch der Königin, sich in einen Werwolf verwandeln zu können. Gray Alys soll ihr dazu verhelfen. Da die Zauberin verpflichtet ist, niemandes Anliegen zurückzuweisen, macht sie sich an die Arbeit.

In einer unwirtlichen Gegend, genannt "The Lost Lands", gibt es angeblich einen mordsgefährlichen Mann, der sich immer bei Vollmond in ein Monster verwandelt. Zur Suche nach ihm verbündet sie sich mit dem Jäger Boyce (Dave Bautista). Das Paar schlittert von einer gefährlichen Situation in die nächste.

Die bis in die letzten Sekunden spannungsgeladene und mit einigem Witz gespickte Story vereint geschickt Elemente aus Märchen, Science-Fiction-Epen, Western, Lovestorys und vor allem Actionspektakeln. Wer mag, kann sogar einige kritische Anspielungen gegen autokratische Regierungsformen und Missbrauch von Religionen entdecken.

Das A und O sind die zahlreichen Kampfszenen zwischen Gray Alys, Boyce sowie menschlichen Feinden und mit unglaublichen Kräften ausgestatteten Fabelwesen. Action-Fans dürften begeistert sein.

Besonders geglückt die ist visuelle Gestaltung. Trotz des Einsatzes moderner Tricktechnik wirkt die entworfene dystopische Welt durchweg glaubwürdig. Der "Resident Evil"-erfahrene Kameramann Glen MacPherson und Team haben so gearbeitet, dass gelegentlich sogar der Eindruck entsteht, einen dreidimensionalen Film zu sehen.

Bei allem optischen Aufwand aber geht die menschliche Dimension nicht verloren. Nervenstarke Zuschauerinnen und Zuschauer können sich deshalb stets direkt an der Seite des Heldenpaares wähnen.

Jovovich darf nicht nur als äußerst geschickte Kampfsirene brillieren. In einige Szenen kann sie auch ihr Talent als Charakterinterpretin entfalten. Nie wird sie auf äußere Reize reduziert. Statt auf Sex-Appeal setzt sie auf Intelligenz. Das ist überaus erfrischend.

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