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"Vielleicht auch ein bisschen beabsichtigt", fügte sie hinzu. "Es hat sich einfach ergeben. Ich habe damals nicht gedacht, ich bin Feministin, ich gehe jetzt nach vorne! Ich habe einfach gemacht. Ich war respektlos und habe nicht gewartet, ob ein Mann eine Band gründet und mich mitmachen lässt. Ich habe immer gedacht: Macht ein Mann, kann ich auch."
In der heutigen Pop-Landschaft begeistern sich die beiden für junge Künstlerinnen wie Chappell Roan und Nina Chuba, in deren Attitüde sie viel von ihrer eigenen Haltung in den 80er-Jahren wiedererkennen: "Musikerinnen wie Roan wollen nicht gefallen, sie machen, was sie wollen, sie riskieren, dass man sie nicht versteht und gehen zu weit. Das war in den 80-Jahren auch unser Subtext. Nur bekommt es jetzt einen viel größeren Raum. Was damals noch als experimentell galt, ist jetzt auf einmal breitenwirksamer Pop", sagt Inga Humpe (69).
Vor 1985 erschien das gemeinsame Album "Humpe • Humpe". Dieses wurde jetzt als "40th Anniversary Edition" neu gemastert wiederveröffentlicht.
BERLIN - DEUTSCHLAND: FOTO: APA/APA/dpa/Britta Pedersen