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Eine Physiotherapeutin aus dem Kepler Universitätsklinikum sowie zwei Schulanfänger nahmen die 14 Schultaschenmodelle unter die Lupe. Sieben Produkte konnten besonders überzeugen, sie kosteten von 99,99 bis 299,99 Euro. Getestet wurden vor allem der Tragekomfort, die individuelle Anpassungsfähigkeit an die Wirbelsäule und die optische Warnwirkung. In den Bereichen ergonomischer Sitz und mitwachsendes Tragesystem überzeugten alle bis auf zwei Modelle. Alle Ranzen wiesen eine geeignete Innenraumaufteilung, optische Warnwirkung mittels reflektierender Flächen und eine adäquate Vorrichtung zum Verschließen auf.
Weniger gewissenhaft gehen die Hersteller anscheinend mit der Gewichtsangabe um. Die AK hat das angegebene Eigengewicht der Schultasche nachgewogen. Bei einer Differenz von mehr als 100 Gramm wurde auf "befriedigend" und bei mehr als 200 Gramm auf "nicht genügend" abgewertet. Die Hälfte der Modelle musste eine Abwertung hinnehmen.
Die Interessenvertretung rät, das Kind zum Probetragen mitzunehmen und die Schultasche mit und ohne Jacke anzuprobieren, um zu überprüfen, ob sich die Riemen gut verstellen lassen. Die richtige Positionierung: Die Oberkante der Schultasche sollte sich auf Höhe der Schultern befinden, um eine gesunde Gewichtsverteilung zu gewährleisten. Schwere Gegenstände gehören nahe am Rücken verstaut, um Haltungsschäden zu vermeiden. Seitentaschen können dazu verleiten, Flaschen oder schwere Utensilien einseitig zu platzieren, was zu einer unausgewogenen Belastung führen kann.
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++ THEMENBILD ++ Illustration zu den Themen Schule / Schulbeginn / Schulstart / Schulartikel. Im Bild: Schultaschen, aufgenommen am Montag, 19. August 2024, anl. eines Medientermins der Caritas der Erzdiözese Wien "Auftakt Schulstartaktion für armutsbetroffene Familien“, in Wien.