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Deutschland steckt in der Rezession. Das bekommt auch der heimische Tourismus deutlich zu spüren. Mit einem Anteil von 35,1 Prozent der Nächtigungen stellten die Deutschen in der bisherigen Wintersaison 2024/25 zwar das Gros der Buchungen - allerdings schrumpfte der Marktanteil gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozentpunkte. Der Marktanteil der Buchungen aus den ebenfalls sehr wichtigen Niederlanden ging um 2,7 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent zurück.
Dieses deutliche Minus wurde aber wettgemacht - unter dem Strich passen die Buchungszahlen. Eine wichtige Stütze waren die Österreicher selbst, deren Marktanteil sich um 3,5 Prozentpunkte auf 22,2 Prozent erhöhte. Doch auch aus dem sonstigen Ausland gab es spürbare Zuwächse. Der drittwichtigste Auslandsmarkt war Tschechien mit einem Nächtigungsanteil von 3,1 Prozent. Dahinter folgten unter anderem das Vereinigte Königreich (3,1 Prozent), Polen (2,4 Prozent) und Ungarn (1,7 Prozent) mit starken Anstiegsraten.
Die USA legten ebenfalls zu. "Das ist das erste Mal, dass die Amerikaner an dritter Stelle sind - wir hatten um die Hälfte mehr wie letztes Jahr", berichtete ein Hotelier aus Langen am Arlberg. Zwar stellten die Amerikaner im heurigen Winter bisher nur 1,3 Prozent aller Buchungen, sie gelten aber als zahlungskräftiges Publikum.
Ein Kontrapunkt zu vielen anderen Urlauberinnen und Urlauber. "Der private Konsum als Wachstumstreiber springt nicht an", vermerkte der Präsident der Wirtschaftskammer Vorarlberg, Karlheinz Kopf. "Das mit Steuergeld zu stimulieren, hat nicht funktioniert und die Wachstumserwartungen sind deutlich unter dem EU-Schnitt."
Auch ist mit den heurigen Winterbuchung das alte Hoch noch nicht erreicht. Gegenüber dem Winter 2019/20 vor der Pandemie sind die Nächtigungen bis Februar mit 3,6 Prozent im Rückstand, berichtete Fritz. Die Latte liegt allerdings hoch: "Der Winter hatte damals das Potenzial der absolute Rekordwinter zu werden, das war ein Wahnsinn - nur dann haben wir das meiste vom März und den gesamten April coronabedingt verloren", sagte er zurückblickend auf die Saison, die von der Pandemie abgewürgt wurde. "Jetzt liegen wir unter den Zahlen des potenziellen Rekordwinters."