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Die Vereinbarung verschiedener Parteien sieht vor, dass die von der Region erhobene Übernachtungsgebühr verdoppelt wird; sie ist nach Ort und nach Kategorie und Art der Unterkunft gestaffelt. Außerdem werden alle Gemeinden Kataloniens künftig einen kommunalen Zuschlag von bis zu 4 Euro erheben können, wie er bisher nur von der Regionalhauptstadt Barcelona kassiert werden durfte. Barcelona darf den Zuschlag von 4 auf 8 Euro verdoppeln.
So könnte etwa der Gast eines Drei-Sterne-Hotels in Girona, der bisher nur 0,60 Euro pro Nacht zahlt, in Zukunft mit bis zu 5,20 Euro zur Kassa gebeten werden. Dieser Betrag setzt sich aus der künftigen Übernachtungssteuer von 1,20 Euro und einem kommunalen 4-Euro-Zuschlag zusammen. Die einzelnen Stadtverwaltungen entscheiden selbst, ob sie den Zuschlag anwenden und ihn in ihre Steuersatzungen aufnehmen.
Hotelierverbände hatten sich energisch gegen die Erhöhung ausgesprochen, weil diese Touristen abschrecken könne. David Cid, Sprecher der linken Partei Comuns, die oft die Regierung des Sozialisten Salvador Illa im Regionalparlament unterstützt, widersprach: "Eine Person, die nach Barcelona kommt und zwischen 300 und 400 Euro für eine Hotelübernachtung zahlt, kann locker 7 Euro mehr zahlen." Vielen Katalanen gehe es "sehr schlecht, da können die Touristen eine kleine Anstrengung unternehmen", sagte er.
Die Proteste gegen Massentourismus hatten sich voriges Jahr in ganz Spanien gehäuft. In Barcelona wurden Touristen dabei mit Wasserpistolen bespritzt. Mit 19,9 Millionen Besuchern - um knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahr - verzeichnete die Region 2024 einen Rekord. Deutlich vor den Balearen (15,3 Millionen) ist es die meistbesuchte Region Spaniens. Die Tourismusbranche freut sich über klingelnde Kassen. Der Ansturm belastet aber die Infrastruktur, verursacht Umweltprobleme und erhöht die Lebenshaltungskosten.