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In Wien entwickelter Chikungunya-Impfstoff nun erhältlich

Aktualisiert
Lesezeit
3 min
Als Reiseimpfung mit Einmaldosis verfügbar
©APA/APA/AFP/LUIS ROBAYO
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Der vom österreichisch-französischen Pharmaunternehmen Valneva in Wien entwickelte erste Impfstoff gegen Chikungunya ist ab sofort in Österreich erhältlich. Damit können sich Reisende vor einer Infektion in Ländern, in denen das Virus endemisch ist, schützen, teilte der Hersteller am Donnerstag in einer Aussendung mit. Es wird erwartet, dass die Belastung aufgrund des Klimawandels weiter zunimmt. Die Stechmücken, die das Virus übertragen, verbreiten sich in immer mehr Länder.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) betrachtet Chikungunya mittlerweile als ein großes und wachsendes Problem für die öffentliche Gesundheit. In mehr als 110 Ländern wurden Ausbrüche gemeldet, in einigen Regionen ist das Virus sogar ständig präsent. Dazu gehören Länder in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien. Das Chikungunya-Virus wird durch Aedes-Mücken übertragen und kann allgemeines Unwohlsein mit akutem Fieber und starken Muskel- und Gelenkschmerzen verursachen. Die Gelenkschmerzen können zu Beeinträchtigungen im täglichen Leben führen und Wochen, manchmal sogar Jahre andauern.

Laut der europäischen Gesundheitsbehörde ECDC wurden im Jahr 2024 weltweit 620.000 Chikungunya-Fälle registriert. Eine im "British Medical Journal (BMJ) Global Health" veröffentlichte Studie berichtete von 18,7 Millionen Fällen zwischen 2011 und 2020, wobei etwa 7,9 Millionen Menschen chronische Symptome entwickelten. Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl der von Chikungunya betroffenen Menschen aufgrund von Schwierigkeiten bei Diagnose und Meldung unterschätzt wird.

Der von Valneva in Wien entwickelte Impfstoff IXCHIQ kann ab sofort in allen Apotheken Österreichs bestellt und als Einzeldosis an Erwachsene ab 18 Jahren verabreicht werden. Das Vakzin ist bisher in den USA, Großbritannien, der EU und Kanada zugelassen. Valneva arbeitet mit Partnern an Programmen, den Impfstoff auch in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen verfügbar zu machen, hieß es in der Aussendung.

An Aedes aegypti mosquito sucks blood from a person at a laboratory of the Center for Parasitological and Vector Studies (CEPAVE) of the national scientific research institute CONICET, in La Plata, Buenos Aires Province, Argentina, on March 26, 2024. Researchers at CONICET are studying the biology, genetic characteristics and behaviour of the Aedes aegypti mosquitoes, transmitter of dengue, zika and chikungunya, and creating biological control strategies as Argentina is facing a significant growing number of dengue cases. (Photo by Luis ROBAYO / AFP)

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