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Junge Bürgerinnen und Bürger der EU-Staaten sowie aus Island, Liechtenstein, Nordmazedonien, Norwegen, Serbien und der Türkei können teilnehmen. Sie müssen zwischen 1. Juli 2006 und 30. Juni 2007 geboren sein und Fragen aus einem Quiz beantworten. Auch Gruppenbewerbungen zusammen mit bis zu drei Befreundeten sind möglich. Reisezeitraum ist zwischen 1. Juli 2025 und 30. September 2026. Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit einer Behinderung oder gesundheitlichen Problemen können sich begleiten lassen.
Die Teilnehmenden erhalten neben dem Travel-Pass auch die DiscoverEU-Jugendkarte mit Ermäßigungen für öffentliche Verkehrsmittel, Hotels, Essen, sowie kulturelle, sportliche und andere Aktivitäten in 36 europäischen Ländern. Darüber hinaus organisieren die nationalen Erasmus+ Agenturen Treffen vor, während und nach der Reise. In Österreich ist die OeAD - Agentur für Bildung und Internationalisierung zuständig. Bei uns finden im Sommer 2025 zwei Meet-ups statt: Von 20. bis 22. Juni gibt es ein Treffen in Wien und von 22. bis 25. Juli eines in der Region Salzkammergut.
Das Programm wurde 2018 von der EU-Kommission gestartet. Jedes Jahr finden zwei Ausschreibungen statt, eine im Frühling und eine im Herbst. Im Herbst hatten sich mehr als 135.000 junge Menschen beworben, darunter 3.700 aus Österreich. 35.762 Pässe wurden vergeben, 718 kamen hierzulande an. Die Bewerbung erfolgt online über das Europäische Jugendportal https://youth.europa.eu/discovereu_de, wo Interessierte alle Informationen zur Teilnahme sowie den genauen Ablauf finden.
"Heuer feiern wir 30 Jahre Österreich in der EU und für Jugendliche gibt es auch im Jubiläumsjahr die Chance, 30 Tage kostenlos durch Europa zu reisen. Es gibt keine bessere Möglichkeit, um Europa zu erleben als mit dem Interrail-Ticket. Mit Projekten wie diesen ist Europa nicht nur ein Fleck auf der Landkarte, sondern wird Teil unserer Identität. Es ist eine tolle Möglichkeit, um andere Leute und Kulturen kennenzulernen und gleichzeitig Botschafter unserer österreichischen Kultur zu sein", so Europaministerin Claudia Plakolm (ÖVP) in einer Aussendung.
"Junge Menschen profitieren enorm von dieser Initiative, denn sie erweitern nicht nur ihren Horizont, sondern entwickeln sich auch persönlich weiter: Laut einer aktuellen Umfrage der Europäischen Kommission 2024 unter Reiserückkehrenden aus allen Ländern gaben zwei Drittel an, zum ersten Mal mit dem Zug ins Ausland gereist zu sein. Für viele war es auch das erste Mal, dass sie ohne Eltern oder Begleitpersonen unterwegs waren und berichteten, dass sie sich dadurch unabhängiger fühlten", ergänzte OeAD-Geschäftsführer Jakob Calice.
"So können 18-Jährige den Kontinent erkunden, die Menschen, Kulturen und Traditionen in Europa kennenlernen, unvergessliche Erlebnisse sammeln, Freundschaften knüpfen und nicht zuletzt ihre Sprachkenntnisse verbessern. Durch den begeisterten Austausch junger Menschen wächst Europa zusammen. Sie gestalten unsere Zukunft und je besser sie andere europäische Länder kennen, desto selbstverständlicher findet diese Zukunft für sie in einem gemeinsamen Europa statt", sagte Sophia Kircher, Verkehrs- und Jugendsprecherin der ÖVP im Europaparlament und stv. Vorsitzende des Verkehrsausschusses.
Auch Andreas Schieder, SPÖ-EU-Delegationsleiter und Mitglied im Verkehrsausschuss, und SPÖ-Parlamentarier Hannes Heide, Mitglied im Kulturausschuss, rufen Jugendliche in Österreich auf, die Möglichkeit von DiscoverEU zu nutzen: "DiscoverEU ist eine großartige Chance für junge Menschen in der EU, miteinander ins Gespräch zu kommen und voneinander zu lernen. Projekte wie diese machen die Europäische Union spürbar und stärken den europäischen Zusammenhalt, sowie den kulturellen Austausch. Gleichzeitig ist es eine tolle Möglichkeit, Zugreisen als klimafreundliches Fortbewegungsmittel für junge Menschen in der EU attraktiv zu machen. Die Zukunft der europäischen Mobilität liegt auf der Schiene."