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Damit sind alle 33 Geiseln - 25 lebend und acht tot - wieder in Israel, deren Rückgabe die Hamas während der ersten Phase des laufenden Waffenruheabkommens zugesagt hatte. Nach Angaben des Angehörigen-Forums werden nun noch 59 Geiseln im Gazastreifen festgehalten. Man geht aber davon aus, dass nur noch 27 am Leben sind.
Wie von der israelischen Regierung gefordert, war die Übergabe dieses Mal nicht als makaberes Spektakel mit bewaffneten Hamas-Kämpfern, lauter Musik und anti-israelischer Propaganda bei der Aushändigung der Särge inszeniert worden. Laut dem Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu war darüber im Voraus Einigung mit den Islamisten erzielt worden.
Im Gegenzug für die Übergabe der toten Geiseln wurden nach palästinensischen Angaben in der Nacht 596 Palästinenser aus israelischen Gefängnissen entlassen. Weitere 46 sollten folgen, sobald die von der Hamas zurückgegebenen Leichen identifiziert wurden. Insgesamt sollte Israel in der ersten Phase 1.904 Palästinenser freilassen.
Die Hamas betonte in einer Erklärung, weitere Geiseln würde nur freigelassen, wenn sich Israel an die Waffenruhe-Vereinbarung halte und über Vermittler Gespräche über die zweite Phase des Abkommens aufnehme.