Altach gegen WAC und BW Linz gegen Tirol mit Fokus Europacup

von Altach gegen WAC und BW Linz gegen Tirol mit Fokus Europacup © Bild: APA/APA/DIETMAR STIPLOVSEK/DIETMAR STIPLOVSEK

Altach empfängt den WAC

In der 30. Runde der Fußball-Bundesliga kommt es am Samstag (17.00 Uhr) zum Duell zwischen Altach und dem WAC. Während der SCR mit einem Sieg noch die Europacupplätze angreifen will, wollen die Wolfsberger Platz zwei in der Qualifikationsgruppe absichern. Vor dem zeitgleich stattfindenden Spiel Blau-Weiß Linz gegen die WSG Tirol dürfen beide Teams mit dem Europacup-Play-off spekulieren. Im direkten Duell wird sich weisen, für wen eine Saisonverlängerung realistisch ist.

Momentan beträgt der Vorsprung des Wolfsberger AC auf Altach drei Spiele vor Schluss fünf Punkte, bei einer Niederlage würden die Karten neu gemischt werden. Altach-Trainer Joachim Standfest richtet den Blick nach oben, der Abstiegskampf ist für ihn kein Thema: "Wir haben alles in der eigenen Hand." Der Fokus liegt nun auf Platz zwei und eine mögliche Teilnahme am Europacup-Play-off: "Wenn wir gewinnen, sind wir voll im Geschäft dabei."

Der WAC konnte seit der Punkteteilung erst ein Spiel gewinnen. "Es wird nötig sein, was mitzunehmen, um Zweiter zu werden. Nach einem kleinen Rückschlag kommt sofort Unsicherheit rein. Das haben wir kritisiert und mit den Spielern besprochen", sagte Trainer Manfred Schmid, der Platz zwei als Ziel ausgerufen hat.

Für Blau-Weiß Linz und die WSG Tirol ist der Blick in der Qualifikationsgruppe der Fußball-Bundesliga ab sofort nach oben gerichtet. "Für den Sieger aus dieser Partie geht noch einmal eine kleine Tür auf", sagte WSG-Coach Thomas Silberberger. Von einem Schaulaufen in den letzten drei Runden wollen beide Teams nichts wissen, auch wenn man aller Abstiegssorgen ledig ist. "Die Erleichterung über den Klassenerhalt ist natürlich schon groß. Ich hatte eine Riesen-Verantwortung. Es ging um Existenzen", berichtete BW-Trainer Gerald Scheiblehner.

Der Wattener Trainer Silberberger erwartet ein "lässiges Match". "Beide Mannschaften werden mit offenem Visier spielen. Ein 0:0 kann ich fast ausschließen", sagte Silberberger, der froh ist, dass die wochenlange Parole "Verlieren verboten" nun vom Tisch ist. Geschenke werden aber keine verteilt. "Jetzt nur auf eine Genusstour zu gehen, das ist nicht mein Ansatz. Da wird vielleicht noch einmal der cholerische Ansatz gefragt sein. Bundesligaspiele so einfach herschenken will ich überhaupt nicht", so Silberberger, der im Falle des Einzugs ins Play-off seinen Abschied bei der WSG noch ein wenig hinauszögern könnte.